Stillprobleme sind lösbar

STILLKISSEN

Je früher, desto lohnender: Alles über Stillkissen

Stillkissen sind nicht nur zum Stillen gut. Auch wer plant, seinem Baby künstliche Milchnahrung zu geben, wird es schnell lieben. Und je eher das Stillkissen zur Verfügung steht, desto länger kann es seinen Mehrfachnutzen unter Beweis stellen: zur Unterstützung der Schwangeren beim Liegen und dem sicheren Lagern und Stützen des Babys beim Füttern.

Welches Stillkissen ist das richtige?

Stillkissen kosten zwischen 20 und 80 Euro. Sie sind in verschiedenen Längen, Designs und mit unterschiedlichen Füllungen zu haben. Die meisten sind mit Schaumstoffkügelchen gefüllt und haben einen abnehmbaren Bezug. Hygienisch sind Materialien, die bei 60 Grad waschbar sind. Dazu zählen Baumwolle und Polyestermischgewebe. Wichtig ist, auf schadstofffreie Füllungen zu achten.
Die Unbedenklichkeit bei Stillkissen mit Polystyrol-Füllung garantieren das TÜV-Siegel und der „Ökotex Standard 100“. Vor der ersten Verwendung sollten die Kissen dennoch mindestens eine Woche auslüften. Natürliche Füllungen aus Dinkelspelz, Raps oder Wollkügelchen sind zumindest für Allergiker nicht zu empfehlen. Sie haben meistens auch ein deutlich höheres Gewicht als künstliche Perlen.
Besonders preiswert sind die mittelgroßen Standardkügelchen, die etwas rascheln. Mit sandfeinen Mikroperlen sind teurere Stillkissen wie die Klassiker von Theraline gefüllt. Theraline ist der Marktführer für Stillkissen in Deutschland und erhielt 2003 für sein Original Stillkissen mit Mikroperlenfüllung als erster Hersteller die ÖKO-Test-Auszeichnung „sehr gut“.

Quelle: www.windeln.de

Kissenschlange mit Qualitäten

Wer höchstens eine Hand frei hat, um sich mit dem Baby auf dem Arm in eine angenehme Stillposition zu setzen, weiß das längliche Kissen schnell zu schätzen. Natürlich tut es im Zweifelsfall auch das große Sofakissen, aber optimal ist das nicht. Wer einmal ein Stillkissen nutzen konnte, wird es nicht mehr missen wollen und wird lieber an anderer Stelle sparen.
Stillkissen sind meist etwa zwei Meter lang, besonders leicht und schnell in die gewünschte Form zu bringen. Üblicherweise setzt sich die Mutter zum Stillen in einen gemütlichen Sessel und legt das Stillkissen um ihren Bauch. Darauf lagert sie das Baby, nach Belieben mit dem ganzen Körper längs vor sich oder den Beinchen unter einem Arm. Der Arm der Mutter, der das Babyköpfchen in Brusthöhe hebt, wird von unten höher abgestützt, indem die Füllung des Stillkissens mit einer Hand zurechtgeschüttelt oder gedrückt wird. Wer zudem daran denkt, die Schultern beim Stillen locker hängen zu lassen, schont spürbar die sonst schnell schmerzenden Arme und den Rücken. Eine kleine Fußbank trägt ihr Übriges zur angenehmen Körperhaltung bei. Denn schließlich dauert das Stillen oder Füttern gerade nach der Geburt so seine liebe lange Zeit. Da lohnt es, sich dafür gemütlich einzurichten.

Frühe Anschaffung sinnvoll

Je eher das Stillkissen gekauft wird, desto mehr zahlt sich die Anschaffung aus. Bereits im 4. bis 6. Schwangerschaftsmonat, wenn sich das Bäuchlein sichtlich rundet, sind viele Schwangere von akutem Schlafmangel betroffen. Sie wissen dann einfach nicht mehr, wie sie bequem liegen sollen. Da kommt das formbare Stillkissen bereits das erste Mal zum Einsatz. Die Schwangere legt sich auf die Seite und lagert das obere Bein auf dem Stillkissen. Wer mag, stützt den Babybauch und den anwachsenden Busen ebenfalls etwas mit dem Kissen ab.

Nach dem Stillen ist vor dem Stillen

Mit der Geburt des Babys ist das Stillkissen dann im Dauereinsatz. Denn bis sich der richtige Stillrhythmus eingespielt hat, ist die junge Mutter oft ständig mit dem Füttern des Babys beschäftigt. Ob sie es im Sitzen oder gerade nachts auch im Liegen stillt, die formbare Kissenschlange leistet dabei immer gute Dienste. Im Elternbett schützt sie das Baby zugleich vor dem Herausfallen, falls die Mutter beim Stillen einschlafen sollte. Das Stillkissen nimmt auch die Sorge, das Baby zu stark zu drücken oder mit Decke oder Kissen zu ersticken.
Schläft das Baby in der Wiege, im Stubenwagen oder Gitterbettchen, ist das Stillkissen jedoch zu groß und nimmt ihm womöglich die nötige Atemluft. Wegen der Gefahr des Plötzlichen Kindstodes wird hier von der Benutzung abgeraten. Wer das Kind zum Beispiel in seitlicher Position abstützen will, sollte lieber ein zusammengerolltes Handtuch oder eine kleine Decke wählen. Sie erfüllen denselben Zweck ebenfalls, sind jedoch weniger riskant.

Auch später nützt das Stillkissen

Wer glaubt, das Stillkissen habe nach den ersten Monaten bereits ausgedient, der täuscht sich. Auch wenn das Baby aus Flasche trinkt, ist es angenehm, wenn der Arm im wörtlichen Sinne Unterstützung erhält. Kann sich das Baby noch nicht drehen, ist das Stillkissen ein verlässlicher Wegrollschutz auf dem Sofa oder Elternbett. Gibt es größere Geschwister, schützt das Stillkissen das auf dem Boden spielende Baby vor gefährlichen Zusammenstößen. Unternimmt es erste Versuche, selbstständig zu sitzen, kann Babys wackliger Rücken mit dem Stillkissen stabilisiert werden – allerdings immer nur für kurze Zeit. Die meisten Babys rutschen ohnehin von allein schnell zurück in eine Schräglage. Fängt das Baby an zu krabbeln, ist das Stillkissen erst eine Bremse und später eine Herausforderung für kleine Klettertouren. Dünn und flach zur minimalen Erhebung geformt, hilft das Stillkissen vorher schon dem bäuchlings liegenden Baby bei seinen Versuchen, sich auf die Ärmchen zu stützen.

Weitere hilfreiche Informationen zu Wahl und Verwendung des Stillkissens finden Sie zum Beispiel auch in nachfolgender Infografik von windeln.de: